Erst vergangenen Monat war ich, Matthias Görlitz, gemeinsam mit drei weiteren Mitstreitenden zurück in Tansania. Ein Besuch bei unseren Freundinnen und Freunden in Losimingori stand an und wir kamen wie immer mit vollen Koffern und einer langen Liste mit Aufgaben an. Dieses Mal wählten wir die Anreise von Nairobi mit dem Bus über die Tansanische Grenze –  mal wieder ein besonderes Abenteuer. Angekommen in Losimingori erwartete uns gefühlt ein völlig neuer Schulcampus, viel ist seit meinem letzten Besuch passiert. Die Zufahrt erfolgt nun durch ein Schultor, welches während unseres Aufenthalts frisch gestrichen und bemalt wurde, der Bau der neuen Gebäude ist weit fortgeschritten. Wie gewohnt, wurden wir von den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften feierlich empfangen –  auch das ist immer wieder ein sehr ergreifender Moment. Es ist nicht zu weit hergeholt, wenn ich sage, es fühlt sich ein Stück weit an, als würde man nach Hause kommen… 
An dieser Stelle möchte ich jedoch nicht viele Worte verlieren und meine Mitstreitenden zu Wort kommen lassen. Wir werden in kürze einen weiteren Newsletter zum 10 jährigen Vereinsbestehen verschicken, die bisherige Vereinsgeschichte Revue passieren lassen und einen Blick in die Zukunft wagen. 

Reisebericht Karin Haase – Es war nicht mein erster Besuch in Tansania, aber es war das erste Mal, dass mich ein Projekt durch diese Kontinuität, Komplexität und Professionalität so bewegt hat. Als langjähriges Vereinsmitglied habe ich das bisherige Geschehen und die Baufortschritte in Losimingori in den Berichterstattungen, auf Vereinsversammlungen und durch Erzählungen und Fotos verfolgt. Aber es ist doch etwas ganz anderes, alles mit eigenen Augen zu sehen – das ordentliche weitläufige Grundstück, die hübschen Gebäude und alles durch befestigte Wege miteinander verbunden. 

Aber vor allem war ich tief beeindruckt von den freundlichen, aufgeschlossenen, wissbegierigen und kontaktfreudigen Jugendlichen. Ich habe Hochachtung vor den Lehrkräften und Mitarbeitenden, die rund um die Uhr für die Heranwachsenden da sind. Sie vermitteln den Jungen und Mädchen Wissen auf Englisch und insbesondere auch ein gesundes Selbstbewusstsein. Gestaunt habe ich in der Beziehung auch über unsere beiden Leiterinnen Rose I und Rose II. Es ist nicht selbstverständlich, dass Frauen das Sagen haben. Aber sie wurden von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Bauarbeitern gleichermaßen akzeptiert. 

Wenn ich einen Spaziergang übers Gelände unternommen habe, war ich nicht lange allein. Stolz zeigten mir zum Beispiel die Mädchen ihr eigenes Bett und eine Kiste mit ihren persönlichen Sachen, aber auch Arbeitshefte zu den einzelnen Fächern.
Hauptziel unserer Reise war natürlich der Aufenthalt in unserem Schulcampus. Aber wir haben selbstverständlich auch ein paar andere schöne Dinge unternommen: In Arusha haben wir den Massai-Markt, den Obst- und Gemüsemarkt sowie die African Art Gallery besucht, waren in einer Kindergartenschule und einem Waisenheim, sind durch die Steppe zu einer Boma gelaufen, mit Piki Pikis (Motorrad) in ein Café gefahren, haben auf Safari  die afrikanische Tierwelt im Tarangire Nationalpark erlebt… Und wir haben festgestellt, elf Tage für diese Reise waren einfach zu wenig!
Ich wünsche mir, dass noch viele Leute in unser Vereinsgebiet reisen und dass es für viele auch zur Herzensangelegenheit wird!

Reisebericht Angela Westermeier – Für mich war es das erste Mal in Tansania, das erste Mal in Afrika und was soll ich sagen!? Diese Reise war voll mit unterschiedlichen Eindrücken und Erlebnissen, dass ich gar nicht weiß, womit ich am besten anfangen soll… 
Bei einem Rundgang am Nachmittag auf dem Schulcampus in Losimingori habe ich einfach mal in einem Klassenraum „Hallo“ gesagt. Ich war erstaunt, dass die Schülerinnen und Schüler dort alle ruhig mit ihrer Gruppenarbeit beschäftigt waren, miteinander diskutierten und keine erwachsene Person weit und breit anwesend war. Da ich mich dafür interessierte, an welchem Thema die Schülerinnen und Schüler arbeiteten, erklärten sie mir in bestem Englisch die Matheaufgaben.. Wir kamen ins Gespräch und die Schülerinnen und Schüler wollten alles von mir wissen, alles über Deutschland und natürlich über Fußball. Sie fragten auch, ob wir denn genügen Essen in meiner Familie hätten. 
Da ich selbst viele Jahre Englisch unterrichtetet, kann ich mir ein Bild über das Niveau der Ausbildung an der Return Home Secondary School machen. Dafür kann ich nur die Daumen nach oben halten! 

Avatar von Philine Burmeister
Posted by:Philine Burmeister

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