Mambo zenu! So werden wir hier auf Swahili begrüßt. Mittlerweile wissen wir auch wie wir auf die unterschiedlichen Begrüßungen antworten sollen, da wir von dem Swahili Lehrer unserer Schule 1-2 mal die Woche unterrichtet werden. Generell kommt so langsam Alltag und Routine in unserer Woche. Montags ist zum Beispiel immer unser Waschtag. Da wir alles mit der Hand waschen müssen, dauert das immer länger als gedacht und in den Tagen danach muss man mit Muskelkater rechnen. Mit guter Musik und zu zweit macht aber auch das wirklich Spaß. Obwohl vieles mittlerweile klar ist, muss man trotzdem spontan bleiben, weil es zu unseren regelmäßigen Aufgaben, auch Vieles unerwartetes gibt. Sei es am Sonntag im Gottesdienst die Predigt zu halten, irgendwelche alten Laptops zum Laufen zu bringen oder den Lehrkräften Deutsch beizubringen. Es wird auf jeden Fall nicht langweilig und unsere Tage sind, auch wenn man es am Morgen noch nicht weiß, gut gefüllt. Richtig cool war auch der Abend den wir für die Form 4 Mädels organisiert haben. Wir haben zusammen gesungen, hatten eine kurze Andacht und haben dann zusammen Armbänder geknüpft und Nutella Brot gegessen. Das war echt richtig schön und alle Mädels sind so stolz auf ihre Armbänder.
Eine Sache, die uns Ende des Jahres stark beschäftig hat, war das Thema Wasser. Zwischenzeitlich hatten wir so wenig Wasser im Tank, dass die Wasserpumpe nicht arbeiten konnte und wir dementsprechend kein fließend Wasser im Haus hatten. Erst wenn man mit wenigen Litern Wasser am Tag auskommen muss und beim Zähneputzen kein Tropfen aus dem Hahn kommt, merkt man, was es für ein Privileg ist, sich über Wasser keine Gedanken machen zu müssen…


Gegen Ende des Schuljahres 2024 gab es keinen Unterricht mehr, die Prüfungen für alle Schülerinnen und Schüler standen an. In diesen Prüfungen wird alles aus dem Schuljahr abgefragt und geht daher zwischen zweieinhalb und drei Stunden. Die Schülerinnen und Schüler hatten meistens am Vormittag und am Nachmittag je eine Prüfung und waren viel mit Lernen beschäftigt. Wir durften die Lehrkräfte beim Beaufsichtigen der Prüfungen unterstützen und anschließend korrigieren helfen. Vor allem Englisch, aber auch andere Fächer haben wir korrigiert, was immer wieder sehr spannend war. Teilweise war die Bepunktung nicht ganz nachvollziehbar, die vorgegebene Lösung nicht richtig oder die Schülerantwort sehr kryptisch. Trotzdem konnten wir die Lehrer so gut es eben ging unterstützen, sodass nun alle Arbeiten fertig korrigiert sind.
Am Donnerstag und Freitag wurde dann das ganze Schulgelände geputzt und die Schüler haben sich ready für die Ferien gemacht. Am Samstag, sehr früh am Morgen, ging es dann für alle Schülerinnen und Schüler nach Hause und der Schulcampus hat sich wie ausgestorben angefühlt.



Gemeinsam mit den Lehrkräften sind wir allerdings an der Schule geblieben, da wir noch einen Ausflug in Tarangire Nationalpark gemacht haben. Voller Vorfreude sind wir zu 13. sehr gequetscht im Geländewagen losgefahren. Dort durften wir Gottes wunderbare Schöpfung genießen und lauter wilde Tiere aus der Nähe betrachten. Giraffen, Affen, Zebras, Buffalos, Vogelstrauß und was ganz selten dort ist ein ganzes Löwenrudel. Auch die Gemeinschaft mit den Lehrern war richtig cool und wir hatten viel zu Lachen. Auf dem Rückweg wurde es auch nicht langweilig, denn wir sind mit unserem Auto im Matsch stecken geblieben. Schieben, Steine hinlegen und ein Traktor konnten nicht helfen. So mussten wir den restlichen Weg bis zur Schule zu Fuß gehen und haben das Auto erst heute wieder rausholen können.
